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Tibetan Pulsing; Beine, Lebensfreude, Meditation im Tun

27. Mai, 19:00 - 21:00

Seit Mitte dieser Woche ist unser Nervensystem verstärkt gedanklichem Besorgnislärm ausgesetzt, da unsere Erde turnusgemäß in ihre Stimmungsfrequenz der Beine getreten ist. Der Energiekreislauf wird im Großen Arkana des Tarot durch die XVI, den Turm, symbolisiert, von dem zwei Menschen herabstürzen, weil ein Blitz einschlug. Ein heilsamer Schock, der Strukturen der Vergangenheit sind zerstört, Lebenskonstrukte und Weltbilder brechen zusammen und werden vom reinigenden Feuer verschlungen.

Nach tibetischem Verständnis sitzt in unseren Beinnerven die Empfindung dessen, was vergangen ist, was wir hinter uns lassen wollen, sollten. Beine haben die Kraft, den Körper von einem Platz zum anderen zu transportieren. Gehen ist eines der ersten großen Dinge, die wir lernen. Es geschieht in logischer Abfolge, ein Schritt nach dem anderen. Unser Verstand verbindet das größte Muskelkonglomerat im Körper mit Kapazität, Zutrauen in das, was wir erreichen, tun könnten. Beine stehen für aktive männliche Kraft (Yang), für Individualität.

Negative Ladung in unseren Beinnerven manifestieren sich in Zögerlichkeit, Zweifel, Zwiespalt (pathologisch Schizophrenie). Ob überhaupt und wenn ja, welcher Schritt, könnte uns aus dem gegenwärtigen Dilemma bringen? Es fällt schwer zwischen Handlungsalternativen zu entscheiden, Koordination scheint zu fehlen. Negative Ladung im Ischiasnerv unserer Beine führt zu Ungeduld, mangelnder Akzeptanz. Die Angst, Fehler zu machen, wird zur Überlebensfrage. Wir kapseln uns ein, isolieren uns.

Starke Ladung in den Beinnerven lassen uns rennen, von etwas, das uns zu überfordern scheint. Getrieben von negativen Zukunftsvorstellungen können wir innerlich nicht still werden.

Die aktiven Meditationstechniken mit dem Fokus auf dem Pulsschlag entstanden aus dem brennenden Wunsch von Mönchen in Tibet, Vergangenes vergangen sein zu lassen. Ihnen war schmerzhaft die Angewohnheit bewusst geworden, dass Menschen Aufmerksamkeit zumeist auf Gedankenprozesse richten und direktes sinnliches Erleben dahinter verschwindet. Da sich Gedanken ihrem Wesen nach auf Lernprozesse beziehen, was primär bedeutet, negativ bewertete Erfahrungen zu vermeiden, drehen sich die allermeisten (neurologischen Schätzungen zufolge über 98%) unserer alltäglichen Gedankenprozesse um Besorgnisse, auch weil sich gleiche oder ähnliche Gedanken ständig wiederholen. Und verdunkeln so unsere Gegenwartserfahrung, färben unsere Zukunftsvorstellung.

Sie entdeckten, dass die Aufmerksamkeit auf den Pulsschlag des Herzens tiefere Bewusstseinsdimensionen anrühren. Vermeintlich höchstpersönliche Geschichten erweisen sich dabei als Varianten derselben Ängste in jedem von uns. Scheinbar Trennendes bringt uns in diesem Licht betrachtet zu der mitfühlenden Wahrnehmung einer umfassenden Verbundenheit aller Menschen, wandelt sich im pulsierenden Herzen das gedankliche „Nein, nicht schon wieder!in ein wertschätzendes „Ja!!“ zu dem was jetzt erfahren werden kann. Meditation als Seins-Erfahrung jenseits dem Tun, hinter dem Lärm.

Das Tarotbild “As der Stäbe” illustriert wesentliche Aspekte der Energie der Beine: der “Stab des Zenmeisters”, dienende Kraft. Innere Entspannung reiner Aufmerksamkeit ermöglicht totale Bewegung im Außen. Ohne egointeressenmotivierte Zielsetzungen ist Gegenwart ohne Widerstand erfahrbar. Inmitten äußerer Aktivität geht unsere Kraft vollständig in das hinein, was jetzt zu tun ist, wird Gottesdienst, Dienst am Leben. Wenn es für uns mehr gibt als das bloße “ich” können wir im Herzen zu erfahren, dass sich genau im gegenwärtigen Geschehen unsere wirklichen Bedürfnisse erfüllen, dass gerade das, was jetzt ansteht, unserer Entwicklung, unserem Blühen bestmöglich dient.

Menschen haben freien Willen. In Übereinstimmung mit Schöpfungsgesetzen gebracht ist er ein wunderbares Instrument (auch spirituelle) Zielsetzungen zu erreichen. Ein freier Wille ist dann vollendet, wenn der Mensch nichts anderes will, als das, was gerade ist. Gottes Wille “will” durch Geschehen-lassen. Nicht weil er muss, sondern weil er es genau so möchte.

Menschen glauben etwas zu müssen, anstatt etwas durchleben zu dürfen und pervertieren dadurch ihren eigenen Willen. Wir haben uns freiwillig auf diesem Planeten inkarniert, unsere Willenskraft hat uns hierher gebracht und hält uns hier. Wenn nichts so läuft, wie wir es uns vorstellen, können wir uns bewusst werden, dass wir es sind, die das so wollten, so wollen. Weil Du es willst, kannst Du krank werden, sterben, verzweifelt… oder glücklich sein. Nichts geschieht gegen Deinen tiefsten inneren freien Willen.

Doch nur uns einzureden, “es ist gut, wie es ist” bzw. “alles wird gut”, um uns zu trösten, genügt nicht. Du musst es auch so fühlen und ganz tief in Dir empfinden, dass das Leben, so wie es ist, einfach absolut wunderbar und vollkommen ist. Spiritualität steht zwingend in Widerspruch zum rationalen Verstand. Für ihn ist es unannehmbar, Leid gewollt zu haben. Er will nur für Licht, Erfolge und Siege verantwortlich sein, für differenzierte Grautöne, Misserfolge und Scheitern schon viel weniger und für die Dunkelheit, Schmerz, Unfälle, Kriege und Tod gar nicht. Mit dem Verstand ist Liebe nicht zu erfassen. Nur das Mitgefühl eines liebenden Herzen entdeckt, aus welchem Grund “negative”, ängstigende Erfahrungen wesentliche Teile des Lebens sind und was daraus erwachsen kann.

Eine absolute Herausforderung allen egozentrierten Spekulationen zum Trotz, wahre Spiritualität in Dein Leben einzuladen.

Was ist vergangen?

Was steht vor der Türe und möchte eingeladen werden in Dein Leben?

Namasté

Anand & Sujay

P.S.: Gerade zur Pfingstzeit klingt hell das “Hohelied der Liebe(Paulus, Korintherbrief, 13. Kap.)

Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete und hätte der Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle. 

Und wenn ich prophetisch reden könnte und wüsste alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, so dass ich Berge versetzen könnte, und hätte der Liebe nicht, so wäre ich nichts. 

Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe und meinen Leib dahingäbe, mich zu rühmen, und hätte der Liebe nicht, so wäre mir’s nichts nütze…”

Details

Datum:
27. Mai
Zeit:
19:00 - 21:00
Veranstaltungskategorie:

Veranstalter

Tibetan Pulsing Sujay Martin Zeibig
Telefon
01728609487
E-Mail
sujay@gmx.net

Veranstaltungsort

„Quelle der Mitte“
Mittlerer Lech 31
Augsburg, 86150
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